Pfarrei Grossdietwil Das verlorene Geschenk – Fest der Heiligen 3 Könige

Das verlorene Geschenk – Fest der Heiligen 3 Könige

Der Festgottesdienst zur Epiphanie (Erscheinung des Herrn) wurde in diesem Jahr von Schülerinnen aus Altbüron mitgestaltet. In einem kurzen Schauspiel gaben die drei Schülerinnen einen lebendigen Einblick in die Vorbereitungszeit der Heiligen Drei Könige auf die Begegnung mit dem Jesuskind in Bethlehem.

Die Könige hatten an alles gedacht und wertvolle Geschenke für den neugeborenen „König aller Könige“ vorbereitet: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Am Morgen jenes Tages, an dem sie dem Jesuskind begegnen sollten, waren sie vermutlich so nervös und mit dem Beladen der Kamele beschäftigt, dass Melchior sein Geschenk prompt auf einem Stein liegen liess. Wie sollten sie nun vor den neugeborenen König treten?

In einem lebhaften, zugleich aber weise geführten Gespräch kamen sie zur Einsicht, dass Melchior eigentlich alles richtig gemacht hatte und nun mit leeren Händen zur Krippe treten durfte. Denn was er mitbrachte, war die ganze „Zeit“ des Weges: die Vorbereitung, die Mühe und die Freude. Ist das nicht das grösste Geschenk überhaupt?

Daran anknüpfend wurde die Frage „Was bringe ich ganz persönlich in diesem neuen Jahr 2026 zur Krippe?“ an die zahlreichen Gottesdienstbesucherinnen und -besucher weitergegeben.

Mit „Baby-Musik“ sowie Segnungen mit Drei-Königs-Wasser, Kreide/Kleber und dem Drei-Königs-Brot wurde der festliche Familiengottesdienst abgeschlossen. Beim gemeinsamen Verzehr des Brotes und später bei der Haustürsegnung in den Familien fand dieser mit Sicherheit einen eindrücklichen Schlusspunkt.

Allen Beteiligten sei an dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank ausgesprochen — verbunden mit den besten Wünschen, das persönliche Geschenk für den geborenen Heiland zu finden.

Text : Thomas Stirnimann

Bilder: Daniela Jaeggi