Pfarrei Luthern Zukunft säen und Hoffnung teilen

Zukunft säen und Hoffnung teilen

Bei kühlem aber aufhellendem Frühlingswetter trafen sich am Donnerstagmorgen, 2. April 2026 die Schülerinnen und Schüler des Religionsunterrichts von Heidi Meier (1. und 2. Sekundarstufe Luthern) auf dem Hof Ausser Birchbühl.

Pfarreiseelsorger Jules Rampini, der hier selbst jahrelang die Äcker bestellte, führte die Gruppe in das Thema „Zukunft säen“ ein. Er zeigte auf, dass dies heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist: Weltweit geraten unsere Böden zunehmend an ihre Grenzen. Fruchtbare Erde geht verloren, Lebensräume verändern sich, und viele bäuerliche Betriebe stehen unter wirtschaftlichem Druck. Dadurch gehen auch Vielfalt und an regionale Bedingungen angepasstes Saatgut zunehmend verloren.

Anhand von Bildern zeigte Jules Rampini eindrücklich, wie stark unsere Böden beansprucht sind. Weltweit gehen jedes Jahr rund 10 Millionen Hektar fruchtbarer Böden verloren oder werden stark geschädigt. Zusätzlich werden durch Erosion Milliarden Tonnen fruchtbarer Erde abgetragen – ein deutliches Zeichen dafür, wie empfindlich unsere Lebensgrundlage ist.

Auch in der Schweiz bleibt dies nicht ohne Folgen: Boden geht nicht nur durch Überbauung verloren, sondern auch durch intensive Nutzung, Erosion und den Klimawandel. Auf jede Person gerechnet ist das die Fläche eines kleineren Gartens pro Jahr.

Um dieser Entwicklung hoffnungsvoll entgegenzutreten – und weil auch junge Menschen heute nicht immer ideale Bedingungen für ihre Zukunft vorfinden – wurden die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv. Gemeinsam mit Gästen der Bio-Bäuerin Tanja Burri gingen sie aufs Feld und säten miteinander von Hand Speisehafer aus.

So wurde die Idee des „Zukunft säens“ ganz konkret erlebbar: als Zeichen der Hoffnung, dass Neues wachsen kann – auch unter schwierigen Bedingungen.

Die feine, von Urs Huber-Meier für alle zubereitete Hafersuppe bildete den stimmigen Ausklang in der warmen Stube und der Küche des Bauernhauses. So fand dieses Projekt zur Fastenaktion unmittelbar vor den Osterferien einen schlichten und zugleich stärkenden Abschluss. Ein herzliches Dankeschön allen Beteiligten!

Text und Bilder: Jules Rampini und Heidi Meier Huber