Pfarrei Ufhusen Das Leben spiegeln – Versöhnungsweg und Versöhnungsfeier

Das Leben spiegeln – Versöhnungsweg und Versöhnungsfeier

Am Samstag, 25. Januar 2026 stand in der Pfarrkirche alles unter dem Zeichen der Versöhnung. Die Religionskinder der 4. Klasse machten sich am Nachmittag gemeinsam mit einer persönlichen Vertrauensperson auf einen besonderen Weg durch die Kirche: den Versöhnungsweg zum Motto «s’Läbe spiegle».

An elf abwechslungsreich gestalteten Stationen waren die Kinder eingeladen, über ihr Leben nachzudenken – über Familie, Schule, Freizeit, den Umgang mit der Schöpfung und ihre Beziehung zu Gott. Verschiedene Spiegel und spiegelnde Spiele halfen, ehrlich hinzuschauen: Was gelingt mir gut? Was fällt mir schwer? Wo wünsche ich mir Veränderung?

Ein kleiner Spiegel begleitete die Kinder durch alle Stationen. Darauf hielten sie Stichworte fest für Dinge, die Unruhe oder Unfrieden in ihr Leben gebracht hatten. Gegen Ende des Weges durften sie diesen Spiegel vor Jesus in eine Schale mit Wasser legen. Das Geschriebene löste sich auf – ein starkes Zeichen dafür, Belastendes loszulassen und neu beginnen zu dürfen.

Am Abend feierten die Kinder und die Gemeinde unter der Leitung von Jules Rampini und Heidi Meier Huber einen feierlichen Versöhnungsgottesdienst als gemeinsamen Abschluss des Versöhnungsweges. In der Begrüssung wurde deutlich: Versöhnung betrifft uns alle – Kinder wie Erwachsene. Der Versöhnungsweg der Kinder stand dabei stellvertretend für die ganze Gemeinde.

Im Rückblick auf den Weg wurde spürbar, worum es bei Versöhnung geht: ehrlich hinzuschauen, Bedauern zuzulassen, um Verzeihung zu bitten, loszulassen, was beschwert, und darauf zu vertrauen, dass Gott vergibt und immer wieder einen neuen Anfang schenkt.

Besonders berührend waren die farbenfrohen, persönlichen Spiegel der Kinder, die vor dem Altar aufgestellt waren. Jedes Kind hatte in der Woche zuvor seinen Spiegel mit dem eigenen Namen gestaltet. Auf der Rückseite trugen sie nun einen Segensspruch, der ihnen am Ende des Versöhnungsweges zugesprochen worden war. Die Spiegel dienen den Kindern nun als Erinnerung an ihre Einzigartigkeit, an Gottes Liebe und an das Geschenk der Versöhnung.

Der Versöhnungsweg und der Gottesdienst machten deutlich: Versöhnung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein Weg – ein Weg, den wir immer wieder neu gehen dürfen, im Vertrauen darauf, dass Gott uns begleitet.

Text: Heidi Meier Huber, Katechetin
Bilder: Heidi Meier Huber und Angelika Lustenberger