Pfarrei Zell Ein Sommergruss der Muttergottes Maria

Ein Sommergruss der Muttergottes Maria

Am 15. August schien die Sonne schon am Morgen warm durch die Kirchenfenster. Drinnen mischte sich der Klang leiser Gespräche mit einem Duft, der nach Sommer schmeckte: Salbei, Minze, Rosmarin und Beifuss lagen frisch gepflückt und liebevoll zu Sträussen gebunden vor dem Altar bereit. Passend zu diesem Festtag spielten Rolf Stöckli und Franziska Lienhard schöne Stücke von Schubert, Händel, Bach und Charpentier.

Die Muttergottes Maria stand im Mittelpunkt dieses Tages. Sie, die ihr Leben in Liebe und Vertrauen gelebt hat, gilt als die Frau, die ganz bei Gott angekommen ist. Vielleicht liegt in dieser Geschichte auch unser eigener Wunsch: Geborgen sein, getragen werden und ein bisschen Himmel schon hier auf Erden spüren.

Die Kräutersträusse, von Angela Hegi wunderschön gebunden und vor den Altar bereit gelegt, wurden von Anna Engel nicht nur als alte Tradition gesegnet, sondern auch als Zeichen der Dankbarkeit und der guten Wünsche. Wer sie mit nach Hause nahm, trug mehr mit sich als nur ein Bündel Pflanzen. Es war ein Stück Natur, ein Hauch Sonnenschein, und vielleicht der stille Segen unserer Muttergottes.

So ging man hinaus in den strahlenden und heissen Augusttag, mit Sträussen in den Händen und dem Gefühl, dass der Sommer noch ein wenig länger bleibt und uns sagt: «S Läbe esch guet».

Text und Bilder:
Petra Müller