Pfarrei Zell Meditationswanderung und Feldgottesdienst auf dem Bodenberg

Meditationswanderung und Feldgottesdienst auf dem Bodenberg

Vom Fröschloch aus startete an Auffahrt, 29. Mai eine schöne Anzahl Frauen, Männer und Kinder die kleine Meditationswanderung hinauf zum Bodenberg, wo anschliessend der Feldgottesdienst beim «Zahnwehchäppeli» stattfand. Die Ministranten mit dem Prozessionskreuz führten die Pilgerschar an und marschierten zügig die Strasse hoch.

Bei der Bodenbergkapelle angekommen, warteten dort schon weitere Gottesdienstbesucherinnen und Gottesdienstbesucher auf den Beginn der Feier. Die Kapelle ist übrigens der Heiligen Apollonia geweiht: Eine Statue im Inneren der Kapelle zeigt die Heilige, welche in der Hand eine Zange mit einem Zahn hält. Darum wird die Bodenbergkapelle unter den Einheimischen auch Zahnwehchäppali oder Apolloniachäppali genannt.

Während der Feier zeigte die Sonne zögerlich aber stetig ihr warmes Gesicht. Jules Rampini gestaltete einen stimmigen und würdigen Feldgottesdienst. Die bekannten Melodien des Örgali-Quartetts «Bodebärger», das Summen der Bienen im angrenzenden Feld und der prächtige Weitblick machten die Stimmung einzigartig. In der Predigt erinnerte Jules Rampini an den Urspung von Christi Himmelfahrt: «An seiner Himmelfahrt hat Jesus alle Menschlichkeit, für die er auf der Welt Spuren hinterlassen hat, untrennbar mit Gott verbunden. Seit der Himmelfahrt Jesu hat die Menschenwürde einen göttlichen Wert. Der Respekt gegenüber Gott ist seither untrennbar mit dem Respekt für jede Menschlichkeit verbunden. Die Himmelfahrt Jesu hat bewirkt, dass wir seither das Himmlische auch im Irdischen erkennen können. Jede und Jeder von uns kann Gott im Nächsten neben sich begegnen. Der Himmel beginnt schon hier und jetzt.»

Nach dem Feldgottesdienst schenkten Agnes und Josef Kurmann Getränke aus. Ihnen sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank ausgesprochen. Ebenso danken wir Fritz Trachsel, auf dessen Grund und Boden sich das „Zahnwehchäppeli“ befindet, für das Gastrecht und die Vorbereitung der Umgebung. Und allen, welche bei der Mitgestaltung im Gottesdienst und beim aufwändigen Einrichten und Abräumen der Infrastruktur mitgeholfen haben, sei ein herzliches «Vergelts Gott» ausgesprochen.

Text: Petra Müller
Bilder: Petra Müller und Angela Hegi